Korb mit Eiern, im Hintergrund Hühner

Eier, besser als ihr Ruf

Soll man Eier verzehren oder lieber nicht? Wie gesund sind Eier wirklich?

Es gibt sicher einige ethische Aspekte, die gegen den Verzehr von Eiern sprechen. Vom gesundheitlichen Aspekt her sind Eier aber ein durchaus empfehlenswertes Nahrungsmittel.

Eier sind reich an wichtigen Nährstoffen, wie Proteinen, Mineralstoffe und Vitaminen sowie Omega6 und Omega3- Fettsäuren. Das optimale Verhältnis von Omega6 zu Omega3 (6:1) ist bei Bio-Eiern bedeutend höher, denn sie enthalten einen höheren Omega3 Anteil. Omega3 schützt vor Entzündungen und unterstützt deren Ausheilung.

Eier enthalten wenig Kohlenhydrate. Damit eine ausgewogenen Mahlzeit zusammengestellt werden kann, ist z. B. 1-2 Eier in Verbindung mit Kartoffeln eine Möglichkeit, eine vollwertige Mahlzeit zu sich zu nehmen. Erwähnenswert ist noch die retrogardierte oder ressistente Stärke. Das bedeutet, dass der Organimus die Stärke nicht in die einzelnen Glucose Moleküle aufspaltet, sondern diese als Ballaststoffe dienen. Ballaststoffe sind gut für den Darm, die schlanke Linie und senken den Cholesterinspiegel. Ressistente Stärke entsteht durch das Erkalten lassen von Stärkehaltigen Lebensmittel. Ein Kartoffelsalat (ohne Mayonnaise) angereichert mit Bouillon und Kräutern sowie 1-2 Eier wäre ein Gericht, dass nicht nur deiner schlanken Linie dient.

Wieviel Eier pro Woche werden empfohlen?

Die DGE empfiehlt 2-3 Eier pro Woche. Allerdings liegt der effektive Verbrauch an Eiern deutlich höher. Sofern keine Fettstoffwechselstörung und starke Entzündungsprozesse wie Rheumatoide Arthritis, Gicht, kann bedenkenlos mehr als die empfohlene Menge verzehrt werden.

Einfluss auf den Nährstoffgehalt der Eier hat natürlich auch die Haltung der Hühner. Gerade in grossen, kommerziellen Hühnerfarmen, ist die Haltungsbedingung nicht tiergereicht. Viele Tiere auf engem Raum verusacht Stress, schlecht hygienische Bedinungen und Rangordungskämpfe. Der Stress, dem die Tiere ausgesetzt sind löst Adrenalin- und Cortisolausschüttzung aus. Beides Stresshormone, die den Stoffwechsel erhöhen, Herztätigkeit erhöhen soie das Immunabwehr senken. Hygienmangel, V erletzungen und Krankheiten werden durch einen erhöhten Antibotikaeinsatz „kompensiert“.

Da sich Antibiotika, Adrenalin und Cortisol auch im Fleisch und in den Eiern einlagern, gelangen diese Stoffe in die Nahrungsmittelkette. Durch den unkontrollierten Einsatz an Antibiotika in der Fleischindustrie aber auch durch in den Arztpraxen, sind viele Bakterien resistent gegen Antibiotika geworden. Das bedeutet, dass in den Fällen in denen Antibiotika zum Einsatz kommen müssen, wirken sie nicht mehr.

Daher sollten Bio Eier am besten aus Freilandhaltung bevorzugt werden. Die Hühner haben gelegenheit sich draussen aufzuhalten, ihren Bedürnissen wie scharren, picken und sich frei bewegen nach zu kommen. Das macht sich im Nährstoffgehalt der Eier bemerkbar und am Geschmack.

Was hat es mit den Cholesterinanteil in Eiern auf sich?

Eier haben einen hohen Cholesterinanteil nämlich ca 250-300 mg.  Aber was es mit dem Mythos Cholesterin auf sich hat, liest du hier.

Eier können den Speiseplan durchaus bereichern. Ihr ausgewogenes Aminosäureprofil macht es zu einem sehr guten Eiweisslieferant. Für Vegetarier sind Eier z. B. auch als B12 Lieferant interessant, welches ja hauptsächlich in tierischen Produkten vorkommt.

Den Eierkonsum einschränken sollten Personen mit chronischen Entzündungen und mit einer Fettstoffwechselstörung.


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